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Viele Menschen fühlen sich einem Verein, einer Religionsgemeinschaft oder einer Partei, dem oder der sie angehören, eng verbunden. In diesem Fall möchten sie nicht nur durch ehrenamtliche Arbeit, sondern auch durch Spenden einen Beitrag leisten. Im Finanzamt kommt dies gut an, denn Spenden können von der Steuer abgezogen werden. Allerdings muss man für diesen Vorteil eine Spendenbescheinigung in der Steuererklärung vorlegen. Dabei muss man sich nach einigen Regeln richten, deren Nichtbeachtung dazu führt, dass die Spenden nicht von der Steuer abgezogen werden können. Seit 2013 gelten neue Regelungen.

Von der Steuer abzugsfähige Spenden

Ganz allgemein gelten Spenden in der Steuererklärung dem Finanzamt dann als abzugsfähig, wenn sie auf freiwilliger Basis für von der Steuer begünstigte Zwecke oder Organisationen geleistet werden. In diesem Fall gelten die Spenden als Sonderabgaben vor der Steuer. In § 10b EStG ist detailliert beschrieben, welche Organisationen und Zwecke steuerlich begünstigt sind. Allgemein lässt sich dabei aber sagen, dass dies auf kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige sowie im Sinne des Parteiengesetztes politisch aktive Zwecke oder Organisationen zutrifft. Spenden an solche Organisationen und für solche Zwecke können von der Steuer abgesetzt werden.

Notwendigkeit einer Spendenbescheinigung

Wenn man eine Spende in der Steuererklärung als Sonderausgabe deklarieren möchte, muss man dem Finanzamt dafür eine Spendenbescheinigung vorlegen. Beträgt die Spende allerdings maximal 200 Euro, genügt auch ein sogenannter vereinfachter Spendennachweis. Einen solchen kann zum Beispiel ein Überweisungsträger oder eine Kopie des Kontoauszuges darstellen. Hat man allerdings mehr als 200 Euro gespendet, besteht die Spendenbescheinigung aus mehr als nur der einfachen Zuwendungsbestätigung oder Spendenquittung. Seit 2013 braucht man hier auch einen amtlichen Vordruck. Diesen gab es in etwas anderer Form schon seit 2013, aber mit der Pflicht seit 2013 ist er verändert worden. Diesen Vordruck kann man auf den Websites der betreffenden Landesämter für Steuern herunterladen. Diese gilt für Spenden an Vereine, Stiftungen, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Parteien und Wählervereinigungen. Dabei gibt es Formulare jeweils für Geld- und für Sachspenden.

Bescheinigung

Die amtliche Spendenbescheinigung als Grundlage für den vereinfachten Spendennachweis. Auf der amtlichen Spendenbescheinigung tauchen selbstverständlich alle Daten auf, die der Gesetzgeber verlangt. Aber auch für den vereinfachten Spendennachweis gibt es Mindestanforderungen, die durch einen Überweisungsträger in der Regel erfüllt werden. Ein Kontoauszug hingegen tut dies nicht unbedingt. Daher kann man die amtliche Spendenbescheinigung einfach als Grundlage für den vereinfachten Spendennachweis nutzen, damit alle Daten auftauchen.

Grenzen der Absetzbarkeit von Spenden

Man darf gespendete Gelder, Dienste und Sachgüter von der Steuer absetzen, wenn diese in der Summe nicht mehr als 20 Prozent der Einkünfte in einem Jahr betragen. Sollte dies doch der Fall sein, empfiehlt es sich, die Spendenbescheinigung hierzu aufzuheben. Damit kann man sich zwar in der aktuellen Periode keinen Vorteil verschaffen, aber doch einen steuerlichen Vortrag leisten. Damit kann man diesen Übertrag in der nächsten Steuererklärung als Spende von der Steuer absetzen, wenn man nicht dann auch schon die Grenze der Abzugsfähigkeit übersteigt.

Der Empfängerbeleg als Teil der Bescheinigung

Oft vergessen Steuerzahler beim vereinfachten Nachweis, dass dazu auch ein Empfängerbeleg gehört, damit es eine vollständige Spendenbescheinigung wird. Daher gibt es in der Regel unabhängig vom Spendenbetrag eine Quittung vom Empfänger, da einfacher kein Beleg geschrieben werden kann.

Eine Verzichtserklärung als Spendenbescheinigung

Oft spenden Menschen indirekt, wenn sie zum Beispiel ihre Kinder als Mitglieder eines Sportvereins unentgeltlich zu Wettkämpfen fahren. Die entstandenen Aufwendungen müsste der Verein theoretisch ersetzen, auch wenn dies selten wirklich passiert. Diese Aufwendungen werden vielmehr als Spenden an den Verein gewertet, die selbstverständlich abgesetzt werden können. Dabei fungiert eine Verzichtserklärung als Bescheinigung, nach der man die Erstattung ablehnt. Diese muss durch ein Schreiben des Vereins ergänzt werden, nach dem man einen Anspruch auf Erstattung hat.

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Deutsche spenden jedes Jahr mehrere Millionen Euro an Vereine und Stiftungen, künstlerische und wissenschaftliche Einrichtungen, Menschen in Not und politische Parteien. Die Spender werden vom Staat durch den Sonderausgabenabzug bei den Steuern begünstigt. Dabei wird zwischen Spenden zur Förderung gemeinnütziger und steuerbegünstigter Zwecke, Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung und Zuwendungen an politische Parteien unterschieden. Für die Spende darf es aber keine Gegenleistung geben.

Höchstgrenze für den Sonderausgabenabzug

Spenden dürfen grundsätzlich maximal 20% der Einkünfte ausmachen, wobei man mindestens 36 Euro spenden muss, damit die Spende steuerlich berücksichtigt wird. Mitgliedsbeiträge gelten selbstverständlich nicht als Spenden.

Spendennachweis in der Steuererklärung

Wenn man etwas von der Steuer absetzen möchte, muss es in der „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster“ aufgeführt sein. Dabei muss der Spender den Erhalt bestätigen. Allerdings muss der Spender die Bestätigung nur aufbewahren und erst auf Nachfrage vorzeigen.

Einfacher Nachweis bis 200 Euro

Bis zu 200 Euro kann man auf einfachere Weise nachweisen, indem man einen Beleg oder den Kontoauszug mit Name, Kontonummer, Buchungstag, Datum der Durchführung sowie Zweck und Betrag der Spende vorzeigt. Unter Umständen muss man auch zeigen, dass der Empfänger keine Körperschaftssteuer zahlen muss. Zudem muss erkennbar sein, ob eine Spende oder ein Mitgliedsbeitrag vorliegt.

Spenden für Flüchtlinge

Für Spenden zur Flüchtlingshilfe bis Ende 2018 gelten besondere Regelungen. Dabei genügt unabhängig vom Spendenbetrag der vereinfachte Spendennachweis und sowohl gemeinnützige als auch nicht gemeinnützige Organisationen dürfen steuerlich begünstigt Spenden sammeln und selbst spenden. Spendet ein Arbeitnehmer direkt als Teil seines Bruttogehaltes an eine gemeinnützige Einrichtung für die Flüchtlingshilfe, fallen darauf weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeiträge an. Schenkungen sind schenkungssteuerfrei.

Spenden über mehr als 200 Euro

Bei Spenden über 200 Euro ist eine Spendenbescheinigung vom Empfänger nötig. Dafür gelten nur bei bestimmten Katastrophen und Zwecken Ausnahmeregelungen. Grundsätzlich aber muss man den Beleg erst auf Nachfrage vorlegen.

Die Unterhaltsleistung

Die finanzielle Unterstützung einer bestimmten Person im Alltag kann nicht als Sonderausgabe abgesetzt werden. Wenn man aber Menschen in Not finanziell hilft, kann man die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzen. Dafür gibt es jedes Jahr andere Höchstbeträge, beispielsweise für die Aufnahme eines Flüchtlings im eigenen Haushalt. Dazu muss man sich schriftlich dazu verpflichten, alle Kosten für den Lebensunterhalt der aufgenommenen Person zu tragen. Die Quittungen müssen dabei auf Nachfrage eingereicht werden.

Sachspenden in der Steuerklärung

Auch Sachspenden wie Kleidung oder Spielzeug kann man als Sonderausgabe von der Steuer absetzen. Das kommt zum Beispiel oft vor, wenn man für die behördlich genehmigte Tombola eines gemeinnützigen Vereins etwas spendet, wobei die Überschüsse zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke genutzt werden. Wenn aber die Sachspende dem wirtschaftlichen Betrieb des Vereins dient, ist die Spende nicht abzugsfähig. Auf der Zuwendungsbestätigung muss der Wert der Sachspende eingetragen sein. Dabei sollte es sich um den aktuellen Marktwert handeln.

Spenden an Stiftungen

In das Vermögen einer Stiftung kann man bis zu 1 Million Euro steuerlich absetzbar spenden. Diese Spende kann man im Jahr der Zuwendung oder in den folgenden Jahren geltend machen.

Spenden an politische Parteien

Am meisten bei der Steuer sparen kann man mit Parteispenden. Dabei gilt allerdings eine kommunale Wählervereinigung den Finanzbehörden nicht als Partei. Mit Spenden oder Mitgliedsbeiträgen dort kann man maximal 825 Euro bei der Steuer sparen, wie der Bundesfinanzhof im März 2017 entschieden hat.

Schaffung von Transparenz mit Spendensiegeln

Wenn man sich nicht sicher ist, an welchen Verein man vertretbar spenden kann oder welche Organisation sich seriös zeigt und mit dem gespendeten Geld vorbildlich umgeht, kann man Spendensiegel zu Rate ziehen. Diese werden zum Beispiel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen vergeben, wenn ein Spendenempfänger für die Prüfung zahlt. Dabei werden die Verwendung der Spenden und die Ausgaben der Organisation durchleuchtet.

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Gemeinnützige Organisationen sind häufig auf die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen angewiesen. Nur durch Spenden können viele dieser Verbände, Organisationen, aber auch Parteien weiter bestehen. Aus diesem Grunde sind Spenden als Sonderausgaben bei der Lohn- und Einkommensteuererklärung absetzbar. Unterschieden wird zwischen Sach- und Geldspenden.

Das bedeutet für Sie, das Finanzamt zieht den Spendenbetrag von Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Nur auf diesen verminderten Einkommensbetrag fallen die Steuern an. Um einen Spende jedoch steuerlich geltend zu machen, benötigen Sie einen schriftlichen Nachweis.

Das sollten Sie beachten:

1. Als erste Regel gilt, dass bei Sachzuwendungen mehr Informationen benötigt werden als bei Geldspenden. Sie sind verpflichtet anzugeben, was sie gespendet haben, wann und an wen. Den Wert der Zuwendung müssen Sie durch Vorlage einer Rechnung belegen können.

2. Eine Geldspendenbescheinigung enthält neben dem Geldbetrag, das Datum, den Aussteller und den Namen des Spenders. Sowohl Sach- als auch Geldspendenachweis müssen vom Aussteller sprich Zuwendungsberechtigten unterschrieben sein. Mehr lesen

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So spenden Sie richtig

Die Spende ist eine Leistung ohne eine Gegenleistung. Spenden sind immer freiwillig. Auch bei der so genannten Aufforderung zu einer Spende kann der Betreffende frei entscheiden, ob er dem Spendenaufruf nachkommt oder nicht. Mit einer Spende will der Spender dem Spendenempfänger im wahrsten Sinne des Wortes etwas Gutes tun. Die gängigen Spendenformen sind Geldspenden, Sachspenden und Zeitspenden. Die Spende ist für beide Seiten ein buchhalterischer Vorgang, der vielfach auch aus steuerlicher Sicht bewertet wird.

Der Spender möchte sichergestellt sehen, dass seine Spende dort ankommt, wofür er spendet. Damit sind sowohl der Spendenempfänger als auch der Spendenzweck gemeint. Um dafür eine Vertrauensbasis zu schaffen, hat der Spendenempfänger die Möglichkeit eines dementsprechenden Nachweises seiner Seriosität. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen, kurz DZI in Berlin bietet als eine anerkannte und zertifizierte Prüfinstanz eine umfassende Spendenberatung. Mehr lesen

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Eigentlich klingt die Idee ganz interessant. Ein Verein wollte ein Teil seines Geländes veräußern – als Kaufpreis wurde eine Summe von 1 Mio Euro vereinbart. Da der Käufer den Kaufpreis für das Gelände ja steuerlich nicht abschreiben kann, bat er dem Verein an, den Kaufpreis auf 800.000 Euro zu reduzieren und dafür noch zusätzlich eine Spende in Höhe von 250.000 Euro zu entrichten. Der Verein  stimmte dem Angebot zu, da sich somit ja seine Einnahmen auf 1050.000 Euro erhöht hatten und stellte dem Käufer eine Spendenbescheinigung über 250.000 Euro aus, die der Käufer sofort steuerlich geltend machen wollte.

Das Finanzgericht Münster stellte nun jedoch klar, dass die Spendenquittung steuerlich nicht abgesetzt werden kann – die Begründung lautet, dass der Spendenabzug nicht möglich sei, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegeneleistung des Empfängers erbracht werden oder ursächlich mit einem gewährten Vorteil zusammenhängen würden. Damit ist eine Spenden, die neben einem Kaufpreis vereinbart wird, für den Immobielienerwerb bzw. Grundstückserwerb als Sonderausgabe nicht zulässig.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen zum Ausstellen von Spendenbescheinigungen

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